Mond- und Sonnenfinsternisse auf www.Supernovae.de

Eine Finsterniss kann nur erwartet werden, wenn die Neumond- bzw. Vollmondphase nahe einem der beiden Schnittpunkte der Erde und Mondbahn eintritt.
Diesen Punkt nennt man auch den aufsteigenden und absteigenden Knoten, die Verbindung zwischen ihnen die Knotenlinie.
Nun bleibt die Kontenlinie der Mondbahn nicht stehen, sondern wandert in etwa 18,6 Jahren einmal um die ganze Mondbahn herum, und zwar rückläufig, d. h. entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Mondes.

Nach etwas über 18 Jahren wiederholen sich die Finsternisse in fast derselben Form.
[ gen: Saroszyklus, 18 Tage 11 oder 10 Tage]
Pro Jahr treten im Durschnitt 2 bis 3 Sonnenfinsternisse und 1 bis 2 Mondfinsternisse ein. Man muss aber bedenken, dass Sonnenfinsternisse nur in einem begrenzten Gebiet der Tagseite der Erde sichtbar sind: Der Mondschatten kann nicht die ganze Erde erfassen; Mondfinsternisse sind jedoch von der gesamten Nachtseite der Erde aus zu sehen. Dadurch sind für einen bestimmten Beobachter auf der Erde Mondfinsternisse doch häufiger als Sonnenfinsternisse.

Bei den Sonnenfinsternissen unterscheidet man:

    Totale Sonnenfinsternisse: Die ganze Sonnenscheibe wird durch den Mond bedeckt. Dauer höchstens 7 Minuten. Rings um die verfinsterte Sonne taucht als Strahlenkranz die Sonnenkorana auf, die äußerste Hülle der Sonne. Der Beobachter befindet sich im Kernschatten des Mondes
    Partielle Finsternisse: Die Sonne wird vom Mond nur teilweise bedeckt. Der Beobachtungsort liegt im Halbschatten des Mondes.
    Ringförmige Finsternisse: Auf seiner elliptischen Bahn befindet sich der Mond nahe seinem erdfernsten Punkt. Dadurch erscheint er kleiner als die Sonnenscheibe. Selbst bei einem zentralen Vorübergang des Mondes über die Sonne bleibt ein unverfinsterter Ring der Sonne übrig.
Bei den Mondfinsternissen unterscheidet man:

    Totale Finsternisse: Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde. Die Erdatmosphäre bricht aber ein wenig Sonnenlicht in den Kernschatten der Erde. Auf dem langen, streifenden Weg durch die Atmosphäre wird das blaue, kurzweillige Licht gestreut, sodass nur das rote, langwellige Licht in den irdischen Kernschatten gelangt. So verschwindet der Mond bei einer totalen Finsternis meist nicht völlig, sondern erscheint immer noch in einem schwachen, kupferroten bis bräunlichen Licht.
    Partielle Finsternisse: Der Mond dringt nur teilweise in den Kernschatten der Erde ein. Nur ein Teile des Mondes verfinstert.
    Ringförmige Finsternisse: Der Mond durchquert nur den Halbschatten der Erde. Da dieser stark angehellt ist (von ihm aus wäre nur eine partielle Finsternis zu sehen), fallen derartige Finsternisse fast gar nicht auf. Lediglich zur Kernschattengrenze hin erkennt man eine schwache, rauchartige Verdünsterung.


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