Das Teleskop auf www.Supernovae.de

Teleskope werden als teleskopische oder afokale Systeme bezeichnet. Sie haben die Eigenschaft, ein paralleles Lichtbündel in ein paralleles Lichtbündel mit verändertem Querschnitt zu verwandeln.

Man unterscheidet bei den optischen Teleskopen das Linsenteleskop, wegen der in den Linsen erfolgten Lichtbrechung (Refraktion) auch Refraktor genannt, und das Spiegelteleskop, wegen der an den Spiegeloberflächen stattfindenden Lichtreflexion auch Reflektor genannt. Bei beiden Teleskop Typen fällt das vom Objekt kommende Licht auf eine lichtsammelde Optik, das Objektiv. Beim Linsenteleskop ist das Objektiv eine Sammellinse oder ein als Sammellinse wirkendes Linsensystem, beim Spiegelteleskop dagegen ein lichtsammelnder Spiegel. Das Kernstück eines Reflektors ist sein Hauptspiegel. Bis in die Gegenwart hinein mußte dieser verhältnismäßig dick sein, damit er bei der Bewegung des Teleskops nicht zu starke Durchbiegungen erfährt. Heute kann man aber auch dünnere Spiegel bauen, die entsprechend billiger sind und das Gewicht eines Teleskops in Grenzen halten.

Die wichtigste Funktion eines Teleskops ist es, Himmelskörper aufzufangen, und damit im menschlichen Auge auf einer Fotoplatte oder in einem Deketor ein Bild zu erzeugen. Die Fähigkeit der Teleskope, mehr Licht aufzufangen, erlaubt Astronomen, Tausende Objekte wahrzunehmen, die sich weit außerhalb der Reizschwelle des bloßen Auges befinden. Die "Lichtstärke" hängt beim Refraktor vom Durchmesser des Objektes und beim Spiegelteleskop vom Durchmesser des Spiegels ab.

Um schwächere Objekte beobachten oder feinere Einzelheiten besser erkennen zu können, sind große Teleskope notwendig. Die Herstellung eines großen Einzelspiegel ist allerdings sehr schwierig und teuer. Deswegen werden die großen Teleskope in der Zukunft wahrscheinlich aus einzelnen Spiegelteilchen zusammengesetzt werden.


Grob betrachtet ergibt sich folgendes Geräteflußbild:

Teleskope: Linsenteleskope, Spiegelteleskope;

Analysatoren: Filter, Spektralapperate, Polarisatoren und ähnliches;

Empfänger: Auge, Photoplatte, Photozelle;

Auswertegeräte: Mikrometer, Photometer, Koordinatenmeßgeräte u.ä.


Objekt und Okular sind in einem Rohr, dem Tubus derart montiert, daß durch Veränderung des Abstands von Objektiv und Okular die Bildschärfe erhöht werden kann. Auf der Außenseite des Tubus befinden sich meist ein Sucher. Das ist ein kleines, schwach vergrößertes Teleskop mit großem Gesichtsfeld, das das Aufsuchen von kosmetischen Objekten erleichtert.

Ein Großteil der heute in den Sternwarten benutzten Teleskope sind Spiegelteleskope, die nach dem Cassegrain-System konstruiert wurden. Große Refraktoren (Linsenteleskope) gibt es heute kaum noch, da sie einen langen Teleskoptubus erfordert. Die Durchbiegung großer Linsen führt zu einer schlechteren Bildqualität. Das größte Linsenteleskop , das jemals gebaut wurde, befindet sich im Yerkes-Observatorium in Wisconsin, USA, und hat eine Öffnung von 1,02 Meter.

Viele moderne Teleskope arbeiten vollkommen automatisch.


Copyright by Supernovae.de - All Rights Reserved