Raumfahrt auf www.Supernovae.de

Hier seht ihr die Geschichte der Raumfahrt. Klicke auf Satelitten oder Teleskope um darüber genauere Informationen zu erhalten.

1926
Der US-Physiker Robert Goddard startet seine erste Rakete mit Flüssigtreibstoff.

1931
Vorstoß in die Stratosphäre: Der Schweizer Forscher Auguste Piccard und sein Assistent Paul Kipfer erreichen in einem Ballon mit luftdichter Gondel fast 17.000 Meter Höhe.

1934
Die Gruppe um Wernher von Braun arbeitet an einem geheimen Raketenforschungsprojekt für die Reichswehr.

1942
Ein Prototyp der V 2 startet von Peenemünde aus zum ersten erfolgreichen Flug. Die Rakete erreicht fast 90 Kilometer Höhe und nähert sich damit erstmals dem Weltraum.

1944
Kriegseinsatz der V 2 gegen alliierte Großstädte.

4. Oktober 1957
Eine sowjetische Rakete trägt den ersten Satelliten, "Sputnik 1", eine knapp 60 Zentimeter große Aluminiumkugel, in eine Erdumlaufbahn. Das Ereignis bildet den Auftakt zum Wettlauf um die Vorherrschaft im All zwischen den USA und der Sowjetunion.

2. November 1957
"Sputnik 2" mit Hündin Laika an Bord wird von den Sowjets ins All geschossen. Sie ist das erste irdische Lebewesen im Weltraum.

8. Juli 1958
Die USA gründen die Raumfahrtbehörde Nasa.

31. Januar 1958
Die Nasa bringt ihren ersten Satelliten "Explorer" ins All.

4. Oktober 1959

Die Sowjetsonde "Lunik 3" liefert erste Bilder von der Mondrückseite. 12. April 1961
Der sowjetische Kosmonaut Jurij Gagarin umkreist als erster Mensch im Weltall die Erde.

5. Mai 1961
Alan Shepard ist der erste Amerikaner im All. Anders als Gagarin umkreist er jedoch nicht die Erde.

25. Mai 1961
Präsident John F. Kennedy verkündigt das Apollo-Programm: Die USA sollen noch im selben Jahrhundert eine Mondlandung durchführen. Das Wettrennen zum Mond zwischen den USA und der Sowjetunion beginnt.

20. Februar 1962
John Glenn umkreist als erster Amerikaner die Erde im Orbit.

18. März 1965
Der sowjetische Kosmonaut Alexej Leonow verlässt als erster Mensch das Raumfahrzeug und hält sich zehn Minuten im All auf.

24./25. Dezember 1968
"Apollo 8" umkreist den Mond.

21. Juli 1969
"Apollo 11" auf dem Mond: Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin betreten als erste Menschen den Erdtrabanten. Die USA haben den Wettlauf zum Mond gewonnen. Die Sowjetunion konzentriert sich von nun an auf die Errichtung einer ständig bemannten Raumstation.

19. April 1971
Start der ersten sowjetischen Raumstation "Saljut 1".

14. Mai 1973
Start der US-Raumstation "Skylab".

17. Juli 1975
Inmitten des Kalten Krieges koppeln eine amerikanische Apollo- und eine sowjetische Sojus-Kapsel in Weltraum aneinander an.

22. Oktober 1975
Die sowjetische Sonde "Venera 9" funkt nach ihrer weichen Landung erstmals ein Bild von der Venusoberfläche zur Erde.

20. Juli/3. September 1976
Die amerikanischen Sonden "Viking 1" und "Viking 2" landen auf dem Mars, übertragen Panoramabilder und suchen ergebnislos nach Spuren von Leben.

20. August/5. September 1977
Die Sonden "Voyager 2" und "Voyager 1" starten zu Begegnungen mit Jupiter und Saturn. "Voyager 2" fliegt bis 1989 noch nahe an Uranus und Neptun vorbei. Die Satelliten senden nach wie vor Signale vom Rand des Sonnensystems.

12. April 1981
Die US-Raumfähre "Columbia" startet als erstes wiederverwendbares "Space Shuttle" ins All.

28. November 1983
Das europäische Raumlabor Spacelab fliegt mit deutscher Beteiligung an Bord einer US-Raumfähre ins All.

28. Januar 1986
Raumfähre "Challenger" mit sieben Astronauten an Bord explodiert kurz nach dem Start.

20. Februar 1986
Die Sowjetunion startet die ständig bemannte Raumstation "Mir". Drei Wochen später trifft die erste Besatzung im Himmelslabor ein.

29. Juni 1995
Die US-Raumfähre "Atlantis" dockt erstmals an die "Mir" an.

4. Juli 1997
Die amerikanische Sonde "Pathfinder" landet mit dem Roboterfahrzeug "Sojourner" auf dem Mars.

29. Oktober 1998
Im Alter von 77 Jahren fliegt John Glenn an Bord der US-Raumführe "Discovery" wieder ins All und stellt einen Altersrekord auf.

20. November 1998

Das erste Modul der Internationalen Raumstation (ISS) wird mit einer russischen Trägerrakete ins All gebracht. 16. Juni 2000
Die Kosmonauten Sergej Saljotin und Alexander Kalerij kehren als letzte Besatzung der Orbitalstation "Mir" auf die Erde zurück.

23. März 2001
Die Raumstation "Mir" wird kontrolliert zum Absturz gebracht und versinkt im Pazifik.

26. Juli 2000
Mit zwei Jahren Verspätung dockt das russische Wohn- und Service-Modul "Swesda" an die ISS an.

2. November 2001
Der US-Astronaut Bill Shepherd und seine russischen Kollegen Jurij Gidzenko und Sergej Krikalew beziehen als erste ständige Besatzung die ISS.

7. April 2001
Start der "Odyssey"-Mission zum Mars.

Juni 2002
Im Austrian Research Center Seibersdorf wurde ein neuartiges Präzissionstriebwerk für Satelliten und Weltraumteleskope entwickelt, das mittels Indiumionenstrahl präzise Positionskorrekturen ermöglicht. Die Entwicklung namens FEEP wurde bereits von der NASA gekauft.

Juli 2002
Die NASA-Sonde "Contour 2002" startet und wird sich im November 2003 bis auf 100 km Entfernung dem sonnennächsten Kometen "Encke" nähern, im Juni 2006 wird die Sonde den Kometen "Schwassmann-Wachmann 3" erreichen. Mit 150 Mio. € gehört diese Mission zu den "Billigmissionen" der NASA.

8.10.2002
(Folgendes gehört zwar nicht unmittelbar zur Raumfahrt, trotzdem:) Wissenschaftler entdecken im Kuiper-Gürtel in 6 Mrd. km Entfernung von der Erde einen Himmelskörper außerhalb der Plutobahn, der den indianischen Namen "Quaoar" verliehen bekam. Er ist halb so groß wie Pluto und besteht hauptsächlich aus Eis und Fels. Seine Umlaufzeit um die Sonne beträgt 288 Jahre, die von Pluto 248 Jahre.

15.10.2002
Eine unbemannte russische Sojus-Rakete stürzt kurz nach dem Start im nordrussischen Weltraumbahnhof Plesetsk mit einem Forschungssatelliten an Bord in einem Waldstück ab. Dabei kommt ein Mensch ums Leben. Verloren gingen auch zwei österreichische Experimente zur Untersuchung von Meteoriten beim Durchflug durch die Atmosphäre bzw. Untersuchung der Weltraumstrahlung.

17.10.2002
ESA-Satellit "Integral" startet von Baikonur (Kasachstan) mit einer russischen Proton-Rakete. Er soll mittels eines Röntgen-Weltraumteleskops auf die Suche nach schwarzen Löchern gehen.

20.10.2002
Die japanische Weltraumbehörde NASDA testet erfolgreich über dem pazifischen Inselstaat Kiribati ein unbemanntes Mini-Space-Shuttle: Start, Flug und Landung erfolgten plangemäß.

Geplant: 2003
soll die ESA - Sonde "Rosetta" Asteroiden untersuchen und sogar auf dem Asteroiden "Eros" landen.

Die ESA plant mit dem "Mars - Express" in den Jahren 2003 und 2005 zwei Missionen zum Nachbarplaneten. Bei der ersten Mission soll eine Sonde in die Umlaufbahn gebracht werden, die exakte Daten sammeln soll.

Für 2004
ist ein Projekt GOCE geplant, im Zuge dessen die Erde 100 -fach präziser als bisher geodätisch vermessen werden soll. Im selben Jahr soll der europäische Klimasatellit "Cryosat" vom russischen Raumflughafen Plesetsk starten.

In den USA arbeitet man an einem neuartigen Antrieb für Raumschiffe: Eine 40 km große Plasmablase (Hochfrequenzströme erzeugen ein 40000 K heißes Plasma mit eigenem Magnetfeld) hüllt das Raumschiff ein und wird vom Sonnenwind mitgerissen. Man könnte Reisegeschwindigkeiten von ca. 300 000 km/h erreichen und wäre daher ca. in einer Stunde auf dem Mond, nach einem Jahr beim Neptun. Um 2010 sind die ersten Tests im Weltall geplant.

Ab 2008
soll das europäische zivile Ortungssystem "Galileo" ( 30 Satelliten in ca. 24000 km Höhe) als Konkurrenz für das amerikanische vom Militär kontrollierte GPS zum Einsatz kommen. Die Genauigkeit (Auflösung ca. 1m) soll wie beim GPS sein, allerdings sollen auch Mehrwertdienste angeboten werden: so soll z.B. auch Kommunikation über "Galileo" möglich sein. Außerdem werden keine militärischen Störsignale die Auflösung beieinträchtigen (wie derzeit bei GPS).

Jänner 2001:
Die NASA prüft eine mögliche Mission einer Sonde zum Pluto, der als einziger Planet noch nicht von Sonden untersucht wurde. Der Start müsste bereits 2004 erfolgen, da die Sonde aufgrund der günstigen Planetenposition nur 8 statt 12 Jahre benötigen würde. Die Sonde, die nicht auf eine Umlaufbahn gebracht werden könnte, sondern im Vorbeiflug die Atmosphäre von Pluto und den Mond Charon untersuchen könnte, müsste den Planeten vor 2020 erreichen, da seine Atmosphäre während des 248 Jahre dauernden Orbits des Planeten um die Sonne nur während eines Zeitfensters von 20 bis 30 Jahren gasförmig ist. Anschließend soll die Sonde in den das Sonnensystem umgebenden Kuiper - Gürtel fliegen und dortige Kleinplaneten untersuchen.

Stand: 11.11.2002


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