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Das Blut

Sauerstoff der mit der Atemluft in die Lungen gesaugt wird, gelangt durch das Blut in alle Gewebe. Kohlendioxid aus den Zellen bringt das Blut bis in die Lungen. Wasser gelangt mit dem Blut zu allen Körperorganen. Überschüssiges Wasser wird in erster Linie den Nieren zugeführt. Nährstoffe werden vom Blut an die Orte des Bedarfs befördert. Abfallstoffe bringt das Blut in die Ausscheidungsorgane.
Giftstoffe, die in den Körper gelangen oder im Körper selbst entstehen, werden vom Blut den großen Entgiftungsorganen zugeführt.
Abwehrstoffe können durch das Blut rasch an jede Gefahrenstelle gebracht werden.
Hormone, die von Hormondrüsen in das Blut abgeschieden werden, verteilt das Blut im ganzen Körper. Damit wird das Blut zu einem Nachrichtenverteiler.
Wärmeenergie transportiert das Blut aus dem Körperinnern an die Außenflächen des Körpers.

Menge und Zusammensetzung des Blutes
Es gibt keine Blutmenge, die für alle Menschen gilt. Das Verhältnis Blut zu Körpergewicht ist für Frauen und Männer unterschiedlich
Verhältnis Blut zu Körpergewicht:
Frau: 60 bis 70 ml/kg
Mann: 70 bis 80 ml/kg
Lässt man das Blut außerhalb des Körpers in einem Gefäß stehen, dann setzt sich eine rote, undurchsichtige Masse ab, es handelt sich dabei um Blutkörperchen. Über den Blutkörperchen bleibt eine durchsichtige, bernsteinfarbige Flüssigkeit, das Blutplasma.

Rote Blutkörperchen
Sie bilden etwas 99 % der abgesetzten Masse. In 1 mm² Blut sind beim Mann etwa 5,5 Millionen Rote Blutkörperchen enthalten, bei der Frau sind es etwa 5 Millionen Rote Blutkörperchen. Die Farbe der Blutkörperchen kommt von einem Eiweißstoff, dem Hämoglobin. Dieses transportiert Sauerstoff. Die Form der Blutkörperchen ist eine dickwandige Scheibe. Durchmesser etwa 8mm. Sie werden gebildet im Roten Knochenmark. Die fertigen Blutkörperchen haben keinen Zellkern; er wird ausgeschieden am Ende. Sie werden durchschnittlich 110 Tage alt. In den Blutbahnen legen sie rund 1500 km zurück. Die zerfallenen Blutkörperchen werden normalerweise im Roten Knochenmarkt abgebaut. Mit Giftstoffe belagerte werden in der Milz abgebaut.

Weiße Blutkörperchen
Auf etwas 700 Rote Blutkörperchen kommt 1 Weißes. 1mm² Blut enthält 7500 Weiße Blutkörperchen. Sie sind doppelt so groß wie die Roten. Besitzen einen Zellkern, aber kein Hämoglobin. Eingedrungene Bakterien werden von Ihnen mit Abwehrstoffen bekämpft und aufgefressen. Nur 5 % halten sich im Blut auf, der Rest sind in Gewebslücken und im Knochenmark zu finden. Sie entstehen im Roten Knochenmark, aber auch in der Milz und in den Lymphknoten. Ihre Lebensdauer ist von einem Tag bis zu einem Jahr.

Blutplättchen
Die Blutplättchen sind etwas so groß wie die Roten Blutkörperchen. Ihre Form ist unregelmäßig. Etwas 300.000 kommen auf 1 mm² Blut. Sie sind Träger wichtiger Enzyme. Ihr Lebensdauer beträgt nut vier Tage.

Blutplasma
Das Blutplasma enthält etwas 10 % in Wasser gelöste Stoffe. Es handelt sich zum Teil um Eiweiß, Bluteiweiße; Zucker, Fette, Salze und Plasmakonserven.

Blutgerinnung und Bluterkrankung
Normalerweise trennen sich die flüssigen und festen Bestandteile des Blutes nicht ohne weiteres. Im Blutplasma entstehen nämlich, sobald das Blut den Körper verlässt, lange Fasern aus Fibrin, einem Eiweißstoff, der die Blutkörperchen regelrecht einspinnt und sie zu einem Klumpen, dem Blutkuchen, zusammenbindet. Dieser Vorgang spielt sich bei der Blutgerinnung an jeder Wunde ab.
Die austretenden Blutplättchen kleben an den Bindegewebsfasern der Wundränder fest. Nach einer Blutzeit von etwas drei Minuten hängen dort viele Blutplättchen aneinander, dass sich ein Wundpfropf bildet.

Bei Blutkonserven ist es nötig, die Blutgerinnung zu unterbinden. Dies wird durch einen genau bemessenen Zusatz von Zitronensäure erreicht.

Bei der Bluterkrankung, deren Vererbung an das X-Chromosom gekoppelt ist, kommt es trotz Fibrinogen im Blut und normalen Blutplättchen zu lang andauernden und nur schwer stillbaren Blutungen.

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