Kohlenhydrate auf www.supernovae.de

Versuchsprotokoll

 

Kohlenhydrate

 

 

 

 

 

 

Verfasser: Martin Wilhelm

Jahrgangsstufe: 12

Lehrer: Herr Likus

Datum: 12.05.2004

 

 

 

 

 

 

 

 

Gliederung:

 

  1. Versuch 9
  2. Versuch 10
  3. Versuch 11
  4. Versuch 12

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9. Versuch:

 

Versuchsdurchführung: Zu jeweils 3 ml Maltose-, Galaktose-, Lactose-, Saccharose-, Stärke- und Celluloselösung gibt man 3 ml Fehlingsche Lösung und erwärmt im siedenden Wasserbad.

 

 

 

Versuchsbeobachtung: Die tiefblaue Fehlingsche Lösung (ein Gemisch aus gleichen Teilen Kupfersulfat-Lösung und alkalischer Natrium-Kalium-Tartrat-Lösung ist) verfärbt sich nach Zugabe eines reduzierenden Zuckers und dem anschließenden Kochen erst grün, dann braun, schließlich orange und zuletzt kräftig hellrot, dann setzt sich ein roter Niederschlag von Kupfer(I)-oxid ab.

 

Diese Verfärbungen wurden bei Maltose, Galaktose, Lactose beobachtet.

 

Bei Saccharose, Cellulose, und Stärke war diese Reaktion hingegen nicht zu beobachten.

 

 

Versuchserklärung: Dieser Versuch ist ein Nachweis für reduzierende Zucker. Zucker mit einer Carbonylgruppe neben einer Hydroxylfunktion wirken reduzierend. Reduzierend wirken alle Polysaccaride bei denen die halbacetalische OH-Gruppe eines Zuckers mit einer normalen eines anderen Zucker reagiert, so dass sich der Ring noch öffnen kann.

 

Reduzierende Zucker sind Maltose, Galaktose und Lactose.

 

Obwohl sich 20 % Amylose im warmen Wasser lösen, ist bei Stärke keine Reaktion zu beobachten. Bei Amylose sind innerhalb der Ketten alle halbacetalischen OH-Gruppen der Glucosebausteine an den glycosidischen Bindungen beteiligt und daher können sich somit keine freien Aldehydgruppen bilden. Der letzte Glucosebaustein einer Kette liegt als Halbacetat vor und somit kann sich ein Gleichgewicht zwischen α- und β- Form einstellen. In den Lösungen ist die Anzahl der Kettenenden mit einer oxidierbaren Aldehydgruppe relativ gering. Daher fällt die Fehling Probe negativ aus.

 

Keine Reaktion mit Fehling, da keine acetalische OH-Gruppe vorhanden ist bzw.

Die Ausbildung einer Aldehydgruppe durch die glykosidische Bindung

zwischen Glucose und Fructose blockiert ist.

 

Ein Stärke- bzw. Cellulosemolekül enthält jeweils eine acetalische OH-Gruppe,

die in wässriger Lösung eine Aldehydgruppe ausbilden kann. D.h. mit Fehling

findet eine Reaktion statt, die jedoch nicht sichtbar ist, da durch die sehr

langen Ketten auch weniger acetalische OH-Gruppen vorhanden sind, die eine

Aldehydgruppe ausbilden können. Eine Maltose-Lösung enthält (Aufgrund der

viel kleineren Moleküle (Disaccharide)) viel mehr OH-Gruppen als eine Stärke-

oder Cellulose-Lösung, weshalb bei der Maltose eine sichtbare Reaktion

abläuft, bei der Stärke/Cellulose jedoch nicht.

 

10. Versuch:

 

Versuchsdurchführung: Zu 3 ml Saccharoselösung gibt man 1 ml konz. Salzsäure und 1 ml Resorcinlösung. Jetzt kocht man für kurze Zeit.

 

Versuchsbeobachtung: Die Lösung aus Saccharose mit konz. Salzsäure und Resorcin wird beim erhitzen rot.

 

Versuchserklärung: Saccharose wird durch konz. Salzsäure in Glucose und Fructose hydrolytisch gespalten.

 

1.

Saccharose + H20 a- Glucose + b - Fructose

 

+ H2O + Structure of beta-D-fructose in standard orientation. [sucros3.jpg]

 

2.

Glucose/Fructose 5-Hydroxymethylfurfural (Aldehyd des Furans)

 

Glucose/Fructose

 

3.

5-Hydroxymethylfurfural + 2 Resorcin (1,3-Dihydroxybenzol) Farbstoff (rot)

 

11. Versuch

 

Versuchsdurchführung: Zu 5 ml Stärkelösung gibt man bis zur Blaufärbung tropfenweise Lugols Lösung. Nun erwärmt man das Reagenzglas auf ca. 60C und lässt anschließend wieder abkühlen.

 

Versuchsbeobachtung: Beim Vermengen von Stärkelösung mit Lugolslösung verfärbt sich das Gemisch blau. Das Erhitzen entfärbt die Emulsion. Beim Abkühlen erscheint die blaue Farbe wieder.

 

 

Versuchserklärung: Diese charakteristische Iod-Stärke-Reaktion beruht auf einer Einschlussverbindung je eines Iodmoleküls in eine Windung des Amylosemoleküls. Durch die höhere Molekularbewegung sinken die Anziehungskräfte der Jod-Moleküle und die Spiralen weiten sich, sodass die Jod-Moleküle aus den Spiralen fallen. Daher wird die Emulsion beim Erhitzen farblos. Ist Stärke vorhanden, verfärbt sich die Mischung intensiv violett. Je nach Konzentration der Stärke verfärbt sich das Gemisch mehr oder weniger intensiv violett.

 

12. Versuch:

 

Versuchsdurchführung: Auf Zeitungs- und Filterpapier gibt man jeweils einen Tropfen Chlorzinkjodlösung bzw. Phloroglucinlösung.

 

Zeitungspapier

Filterpapier

Chlorzinkjodlösung

lila

lila

Phloroglucinlösung

orange

-

 

Versuchsbeobachtung:

 

 

 

Versuchserklärung: Phloroglucinlösung ist ein Nachweis für Holzstoffe [Linguin (Trihydroxybenzol, vgl. V10)]. Chlorzinkjodlösung ist ein Nachweis für Cellulose.

 

Zeitungspapier sowie Filterpapier enthalten Cellulose, weshalb bei beiden Stoffen eine Färbung zu beobachten war.

 

Das Filterpapier enthält kein Linguin, weswegen bei Phloroglucinlösung keine Färbung zu beobachten war. Bei dem Zeitungspapier hingegen ist Linguin nachweisbar.

 

Besucherzähler
Zurück zur Startseite
Zurück zum Chemie-Bereich